Der September ist tückisch. Am Tag kann es noch bis zu 30 Grad werden, doch nachts dafür auch ziemlich kalt. In keinem Monat ist der Unterschied der Temperaturen zwischen Tag und Nacht so groß, wie im sommerlichen bzw. herbstlichen September. Auf dem Festgelände ist es auch nachts noch erträglich warm, denn die vielen Menschen und die Beleuchtungen der Schausteller erwärmen den Platz. Doch wer noch lange zum Parkplatz laufen und deshalb die Wiese verlassen muss, könnte auf dem Weg zum Auto mächtig zittern und sich tagsdrauf eine schöne Erkältung holen.
Es gibt aber auch durchaus Jahre, in denen bestes Späsommerwetter herrscht. So war es im September 2007 den Nachmittag über bis zu 27°C warm, selbst nachts waren es wenigstens 15°C.
Und auch 2009 war wieder ein tolles Jahr. Vor allem am Freitag und Samstag war nahezu perfektes Wiesenwetter, Wolken waren Mangelware und die Sonne schien von morgens bis abends, auch wenn es nicht ganz so warm wie 2007 war.
Im Prinzip sind aber die Chancen immer recht gut, dass die Wiese nicht in's Wasser fällt...
ALSO: Egal wie warm es wird, nehmt auf jedenfall einen Pulli oder eine Jacke mit! Ein Regenschirm wäre auch nicht dumm.
Die Händerstraße (Lindenallee) verbindet die Innenstadt mit dem Wiesengelände. Viele nutzen diese Straße als "Vorspiel". Wer hier allerdings schon einiges einkauft, könnte sich später ärgern. Das gilt auch für Losbuden-Fans. Hebt Euch das für den Schluss auf. Es ist zwar toll, wenn man ein riesiges Plüschtier oder einen neuen Fernseher gewinnt, doch es macht sicherlich keinen Spaß, diese gewonnenen Sachen die ganze Wiesenzeit herumzuschleppen.
ALSO: Hebt Euch Losbuden und Händlerstraße für den Schluss auf.
Eisleber haben das Previleg, jeden Tag auf die Wiese gehen zu können. Doch wer als Eisleber plant, nur einmal hinzugehen, sollte den Sonntag oder den Montag wählen. Samstag- und Freitagabend kommen die meisten Auswärtigen auf die Wiese und das Gelände platzt aus allen Nähten. Massenknuddeln ist angesagt. Vorne geht es nicht weiter und hinten wird geschoben. Nicht immer bekommt man einen schönen Knuddelpartner, das muss einen bewusst sein. Besonders Schweiß- und Knoblauchgeruch sind nicht jedermanns Gerüche.
ALSO: Liebe Eisleber, meidet den Freitag- und Samstagabend, wenn ihr nicht unbedingt wollt!
Eine Woche nach dem Wiesenmarkt lädt die Kleine Wiese nochmal ein. Die Wiesenleute haben aus der der Kleinen Wiese ein Fest mit ganz eigenen Charakter gemacht. Das Fest ist schon lange kein kleiner Abklatsch der großen Wiese mehr. Alljährlich findet hier der Thomapyrin-Cup - ein Ballontreffen - statt. Über 20 Ballone steigen (wenn das Wetter mitmacht) gen Himmel. Ob eine Riesenmaus, eine große Flasche oder das schöne Luftschiff bezaubern die Besucher der Kleinen Wiese. Am Abend findet das Ballonglühen statt. Die Atmosphäre lässt nicht zu wünschen übrig. Rund 100 Geschäfte der großen Wiese und das Schützenzelt verbleiben noch am vierten Wochenende des Septembers. Neben dem Ballontreffen lädt auch ein Bauernmarkt ein. Neben dem Verkauf regionaler Produkte, gibt es eine ganze Menge Einblicke in die Arbeit der Landwirte von einst und heute. Ein Strohfigurenwettbewerb wird prämiert, die „Kunstwerke“ aus Stroh können vor Ort bestaunt werden. I-Tüpfelchen ist ein stilvoll gestaltetes Ambiente und ein kultureller Rahmen.
ALSO: Vergesst die Kleine Wiese nicht!
Kommentar schreiben
Kommentare: 0